Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln / Bonn e.V.
Gesamtvorstand *
Geschäftsstelle: Forststraße 141, 51107 Köln, Tel./Fax: 0221/86564

              An die
              Anwohner im Umfeld des
              Flughafens Köln/Bonn

                                                                                                                                          Köln, August 2004

                Aktionen aus Anlass der Anhörung zur Novellierung des Fluglärmgesetzes

Liebe Mitstreiter/innen,

jahrelang ist es der Politik nicht gelungen, das seit 1971 geltende Fluglärmgesetz der dramatisch verstärkten Situation im Luftverkehr unter problemgerechter Berücksichtigung der Belange der von diesem Betrieb Betroffenen anzupassen. Wieder gibt es einen Referentenentwurf für die Novellierung dieses Gesetzes, der dieses Mal Elemente enthält, die dem bisherigen "Planungsgesetz" wenigstens ansatzweise den Charakter eines Schutzgesetz geben könnten. Aber, wie nicht anders zu erwarten, gibt es bereits wieder vehementen Widerstand seitens der Flugbetriebslobby, die die Politiker mit den bekannten Totschlagargumenten von dem eingeschlagenen Kurs abbringen will. Bestärkt in ihrem Treiben wird diese Lobby durch die Ministerialbürokratie, die - wie z. B. das Landesverkehrsministerium in Düsseldorf seit beinahe einem Jahrzehnt verhindert, dass es für Köln/ Bonn zu einer "fairen" Nachtflugregelung kommt.

Damit die Fluglärmgeschädigten nicht wieder ins Hintertreffen geraten, sollten sie sich im Rahmen des Gesetzgebungsvorganges bei der Politik bemerkbar machen. Aus diesem Grund hat die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (www.fluglaerm.de) zunächst die bereits laufende

"Rote-Karten-Kampagne"

gegen ein Gesetz, das wieder nur den Flughäfen nützt, andererseits unser aller Gesundheit kostet, veranlasst. Diese Karten zwecks Protest beim Bundeskanzler, Bundesverkehrs-, Bundesumweltminister und dem Deutschen Bundestag befinden sich inzwischen in der Verteilung durch unsere Ortsverbände. Unsere Mitglieder sollten sich nicht nur durch Versenden der Karten an dieser wichtigen Aktion beteiligen, sondern sich auch um eine breitere Verteilung in ihrer Nachbarschaft bemühen, damit diese Kampagne zu einem eindrucksvollen Protest wird!

Darüber hinaus ruft - neben anderen Fluglärm-Initiativen im Bereich der Flughäfen Frankfurt und Düsseldorf - die Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln/Bonn alle im Bereich des Köln/Bonn Flughafens von Fluglärm Betroffenen auf zu einer

Demonstration für eine menschengerechte Novellierung des Fluglärmgesetzes

am Tag der Anhörung - dem 13. September 2004 in Bonn zwischen 14 und 16 Uhr auf dem Robert-Schumann-Platz vor dem Bundesumwelt- sowie dem Bundesverkehrsministerium. Reservieren Sie sich - so weit möglich - schon heute diesen Termin für Ihre Teilnahme und informieren Sie außerdem Freunde und Bekannte über diese Veranstaltung der Fluglärmgeschädigten!

Es muss von den Betroffenen alles menschenmögliche getan werden, damit die Politik sich nicht wieder an den schwerwiegenden Argumenten gegen einen schrankenlosen Flugverkehr - speziell des nachts - vorbei lavieren kann. Dazu braucht der Vorstand Ihre aktive Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand der Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln/Bonn e.V.

H. Breidenbach - W. Hoffmann - A. Müller - H. Schumacher - A. Wuttke