... AKTUELL ... 2018 ... AKTUELL ... 2018 ... AKTUELL

siehe auch Meldungen aus 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010, 2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003 bzw. 2001-2002

18.09.2018
2. Tag des Erörterungstermins im Planfeststellungsverfahrens zum Antrag der Flughafen Köln/ Bonn GmbH.
Stellungnahmen zu lärmmedizinischen Aspekten durch folgende Gutachter:
 

- Prof. Dr. med. Eberhard Greiser
(ein Epidemiologe, der im Auftrag des Umweltbundesamts schon mehrere Studien zu den Nachtflugwirkungen im Umfeld von Köln/Bonn verfasste)
- Uni- Prof. Dr. med Thomas Münzel, II. Medizinische Klinik Universität Mainz
(Münzel belegte mit einer 2014 veröffentlichten Studie, dass auch junge und gesunde Menschen unter Fluglärmeinfluss Gefäßveränderungen erleiden)
- Prof. Dr. rer. Physol. Dipl. Phys. Thomas Penzel, Universitätsmedizin der Charité Berlin (tritt als Gutachter im Auftrag des Flughafens auf)

Sowohl Herr Professor Greiser als auch Herr Professor Münzel/Mainz hielten je ein Gegenreferat zum Gutachten von Prof. Penzel
 
Herr Prof. Greiser setzte sich mit dem Gutachten von Prof. Penzel sehr detailliert auseinander, insbesondere dessen Überzeugung auf Grund der Norah Studie, dass es zu praktisch keinen negativen Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem respektive den Blutdruck infolge Fluglärm komme.
Bereits die Blutdruckmessung sei fehlerhaft erfolgt, wie ohnehin die Norah Studie jeder Wissenschaftlichkeit entbehre.
Sie sei schlicht und einfach wissenschaftlich nicht valide und ist so nicht geeignet, die Ergebnisse bekannter Studien mit Nachweis relevanter gesundheitlicher Beeinträchtigungen z.B Herz/Kreislauferkrankungen zu entkräften. Er habe den Versuch unternommen die bekannte Blutdruckerhöhung als nicht erwiesen darzustellen. Herrn Prof. Penzel müsse in diesem Zusammenhang die wissenschaftliche Kompetenz abgesprochen werden.
 
Weitere Einwendungen zur lärmmedizinischen Thematik erfolgten durch Prof. Münzel / Universität Mainz/ Kardiologe.
Er stellte eine neue Studie vor, die erklärt, warum Fluglärm dem  Herz und Gehirn schadet. Er habe ein neues Enzym identifiziert, das für die Gefäßschäden verantwortlich sei. Insbesondere Lärm in der Schlafphase führe zu Gefäßfunktionsstörungen aber der Fluglärm habe auch negative Auswirkungen auf das Gehirn.
Auch Prof. Münzel wie mit Nachdruck auf die fehlende Wissenschaftlichkeit der Ausführungen von Prof. Penzel hin. Sie seien keinesfalls geeignet die bisher nachgewiesenen Herz/Kreislaufschäden durch Fluglärm zu entkräften.

Prof. Penzel (Ersteller des lärmmedizinischen Gutachtens des Flughafens), musste nach starker Kritik an seinem Gutachten zugestehen, er sei nur dazu beauftragt gewesen, zu untersuchen, welche Auswirkungen es gibt, wenn der Fluglärm n i c h t zunimmt und dass es dann auch kein Mehr an Erkrankungsrisiken geben könne (dies nimmt auf die Position des Flughafens Bezug, dass es durch die Wiederinbetriebnahme des Vorfelds A nicht zu mehr Flugbewegungen käme). Außerdem verteidigte er seine einseitige - weil nur auf der NORAH-Studie basierende - Aussage zum Bluthochdruckrisiko damit, dass zwar die NORAH-Studie nicht den Anspruch der Wissenschaftlichkeit erheben könne (wie ihm dies die beiden anderen Professoren, Greiser und Münzel, vorgehalten hatten), dass die NORAH-Studie aber zur sogenannten „grauen Literatur“ gehöre und dass sie deswegen Beachtung verdiene.


Der Flughafen wird ein Wortprotokoll aller Anhörungstage anfertigen und später  der Öffentlichkeit zugänglich machen.



17.09.2018

1. Tag der Anhörung zum Planfeststellungsverfahren des Flughafens (17.09.2018)

General-Anzeiger-Bonn vom 18.09.2018
Lokalzeit aus Bonn, Min 8:04 bis 10:33

Mit dem 17.9.18 begann im Sartory-Saal in Köln das förmliche Erörterungsverfahren zum Planfeststellungsverfahren des Flughafens Köln/Bonn
An dieser "Erörterung" beteiligten sich ca. 130 Privatpersonen bzw. Vertreter von Kommunen, Vereinen und Lärmschutzgruppen.

Direkt nach der Begrüßung und vor dem Einstieg in die veröffentlichte Tagesordnung wurden von den Hauptakteueren Eingangserklärungen (Statements) abgegeben, und zwar in folgender Reihenfolge

- der Bürgermeister von Siegburg, Franz Huhn
- der Bürgermeister von Lohmar, Horst Krybus
- der Bürgermeister von Hennef, vertreten durch den 1. Beigeordneten Michael Walter
- die Vorsitzende der Fluglärmkommission, Frau Claudia Wieja
- der Rechtsbeistand der LSG, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Carsten Sommer
- der Geschäftsführer der BI Kölner Süden, Hilmar Orth
- der CDU-Fraktionsvorsitzende im Siegburger Stadtrat,
Jürgen Becker
- der NRW Landtagsabgeordnete der Fraktion die GRÜNEN,
Horst Becker
- der Flughafenplaner und -Gutachter, Dieter Faulenbach da Costa
(hat an 40 Flughafenprojekten weltweit mitgewirkt )
- der BUND Rhein-Sieg-Kreis, vertreten durch Achim Baumgartner
-  die Bundesvereinigung gegen Fluglärm, Horst Breidenbach
- die Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln/Bonn, Hennef, vertreten durch Helmut Schumacher

u.v.a.m.

Die o. gen. Sprecher, Anwälte und Vertreter der Bürgerinteressen betonten am 1. Tag neben einer Vielzahl harter Fakten gegen die Ausbaupläne in ihren Eingangs-Statements übereinstimmend und sehr deutlich,

  • dass das nun endlich und erstmals stattfindende Planfeststellungsverfahren erst aufgrund einer Klage von Betroffenen überhaupt erst möglich wurde
  • dass die bisherigen Ausbauten und die sehr weitgehenden Regelungen zur Nachtflugoffenheit bis 2030 überhaupt erst möglich wurden aufgrund einer „unheiligen Allianz“ des Flughafens mit dem NRW-Verkehrsministerium, wie dies in keinem anderen Bundesland möglich gewesen wäre.
  • die Appelle von Jürgen Becker, CDU Siegburg, und von Carsten Sommer, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, an die Adresse des Flughafens, waren eindeutig und  eindrucksvoll:
    "Beenden Sie diese unheilige Allianz (zwischen Ihnen und dem NRW Verkehrsministerium)  bald und suchen Sie den Konsens mit  den vom Fluglärm Betroffenen! Politische Rahmenbedingungen können sich jederzeit auch ändern!"



02.09.2017
 
Ankündigung: Erörterungstermine im  Planfeststellungsverfahren zum Ausbau des Flughafens Köln/Bonn ab 17.09.2018, 10 Uhr Sartory-Saal Köln

 

Für den geplanten Ausbau des Flughafens Köln/Bonn wurden die Planunterlagen vom 6. November bis einschließlich 5. Dezember 2017 öffentlich ausgelegt. Bei der Bezirksregierung Düsseldorf als zuständiger Anhörungsbehörde waren im Rahmen dieser Öffentlichkeitsbeteiligung ca. 15.800 Einwendungen sowie 43 Stellungnahmen der Behörden und anerkannten Vereinigungen eingegangen. Diese wurden ausgewertet und die Sachargumente dem Flughafen zur Stellungnahme zugeleitet. Im Sommer wurde eine Synopse erstellt, die Gegenstand der Erörterung ist.

Die Erörterung beginnt am Montag, den 17.09.2018, 10 Uhr, im Sartory-Saal, Friesenstraße 44-48, in 50670 Köln .
Kann die Erörterung am 17. September nicht abgeschlossen werden, so wird sie an den nachfolgenden Tagen jeweils ab 9 Uhr fortgesetzt. Für den Erörterungstermin sind bis zum 28.09.2018 zunächst zehn Verhandlungstage vorgesehen.

Tagesordnung zum Erörterungstermin ab Montag, 17.09.2018

Diejenigen, die eine schriftliche Einwendung oder Stellungnahme  eingereicht haben, können die Synopse aller Einwendungen und Stellungnahmen sowie der Gegenäußerungen der Antragstellerin anfordern. Die Versendung der Synopse erfolgt erst rund vier Wochen vor dem Erörterungstermin, sie kann aber schon jetzt über dieses Formular angefordert werden, das an die E-Mailadresse Dez26.FKB@brd.nrw.de geschickt werden muss.Erörterungstermin ist nicht öffentlich

Der Termin ist offiziell auch auf den Seiten der  Stadt Rösrath bekannt gemacht worden:
https://www.roesrath.de/bekanntmachungen.aspx
Eine individuelle Einladung gibt es nicht. Aufgrund der Anzahl der Einwendungen genügt eine öffentliche Bekanntmachung.
Weitere wichtige Informationen zur Teilnahme finden Sie auch im Rundschreiben der Lärmschutzgemeinschaft an ihre Mitglieder.

Sinn und Zweck des Erörterungstermins ist, neben der nochmals umfassenden Information über das Vorhaben, die Herausarbeitung aller für die Entscheidung erheblichen Fakten und Gesichtspunkte. Den Beteiligten wird Gelegenheit gegeben, ihre bereits schriftlich eingebrachten Einwendungen und
Bedenken zu erläutern und mit dem Vorhabenträger unter Verhandlungsleitung der Bezirksregierung Düsseldorf zu diskutieren.

Teilnahmeberechtigt sind neben dem Vorhabenträger, den Fachbehörden und den Trägern öffentlicher Belange sowie den anerkannten Vereinigungen, die Einwenderinnen und Einwender ... sowie betroffene Bürgerinnen und Bürger.  Die Ergebnisse des Termins werden in die weitere Entscheidungsfindung der Planfeststellungsbehörde einbezogen. Im Erörterungstermin selbst wird keine Entscheidung in der Sache getroffen.



letzte Meldungen aus 2017 - letzte Meldungen aus 2017 - letzte Meldungen aus 2017


16.12.2017
Fluglärm und Logistik
Wir fordern ein Nachtflugverbot auch für Köln/Bonn
Logistik sollte mehr können als Fliegen zu jeder beliebigen Nachtzeit!


Logistics should proove to be more than flying at night whenever wanted


01.12.2017
Fluglärm: Massive Kritik an Erweiterungs-Plänen zum Flughafen Köln/Bonn
Nicht nur in Rösrath (vgl. KStA vom 29.11.2017) wächst der Protest gegen die Erweiterungspläne im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens.
Dort hatte im Planungsauscchuss am 27.11. ein Ratsmitglied einen SPD-Antrag in Form von fact-sheets vorgetragen, der die Ablehnung der Erweiterungspläne zusammenfassend begründet.
Siegburg: Erweiterungspläne Flughafen: Erhebliche Zweifel an Seriosität - Jetzt Einwendungen erheben! "Offensichtlich willkürlich ausgewählt"
Hennef: Stellungnahme der Stadt Hennef zum Planfeststellungsverfahren Flughafen Köln/Bonn


20.11.2017
Planfestellungsverfahren am Flughafen Köln/Bonn  
Wegen weitreichender Erweiterungsmaßnahmen am Flughafen war dieser gezwungen worden, zum ersten Mal in seiner Geschichte ein Planfeststellungsverfahren zu beantragen! Alle bisherigen Erweiterungen liefen ohne dieses formelle Verfahren ab, dem sich andere Airports schon viel länger stellen mussten.
Die Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln/Bonn hat in großformatigen Anzeigen auf die geplanten Erweiterungen hingewiesen und teilt mit:
Es ist die 1. und wohl einmalige Gelegenheit und Chance für alle lärmgeplagten Anwohner, sich zu den überzogenen Ausbauplänen des Flughafens zu äußern! Der Vorstand der LSG hofft auf ein starkes Engagement der Bevölkerung! Dazu gehören die Beteiligung an Unterschriftenlisten und persönliche Einwendungen! Als Formulierungshilfe hier ein Musteranschreiben welches Sie downloaden und  ändern / vervollständigen bzw. Teile davon in ein persönliches Schreiben einkopieren können: Muster-Einwendung
Unterschriftenlisten können hier runtergeladen werden - bitte beteiligen Sie sich! Hier das Merkblatt zu dieser Liste!

Bis zum 5. Dezember liegen die Ausbaupläne des Flughafens zur Ansicht in den Rathäusern der betr. Kommunen aus! Spätestens bis zum 19.12.2017 müssen mögliche Einwendungen / Stellungnahmen zum Aktenzeichen 26.01.01.01-PFV FKB bei der Bezirksregierung Düsseldorf - Dezernat 26 (Luftverkehr) - Postfach 300865 in 40408 Düsseldorf eingegangen sein!
Am besten gesammelt alles (Unterschriftenlisten und Einwendungen) über die LSG absenden, siehe http://www.fluglaerm-koeln-bonn.de/
Zur Klarstellung: unsere ärztlichen Interessen richten sich nicht gegen den Flughafen an sich, sondern gegen den zunehmenden Nachtfluglärm, den weiteren expansiven Ausbau und dagegen, dass ein gerechter Ausgleich zwischen wirtschaftlichen Interessen der Betreiber und den gesundheitlichen Interessen der Anwohner bis heute vermisst wird. Der Ausbau wird entgegen mancher "Gutachten" eine weitere Zunahme auch nächtlicher Flüge und damit des Nachtfluglärms zur Folge haben. Das ist einmalig in der Republik!


22.10.2017
Planfeststellungsverfahren am Flughafen
Durch die Initiative der Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln/Bonn und einen langjährig geführten Prozess bis zum Bundesverwaltungsgericht wird am Flughafen erstmals ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt - die Planungsunterlagen sind hier einsehbar - siehe insbesondere den "Lageplan Gesamtvorhaben"
Die Offenlegung der Dokumente beginnt am 6. November. Ab diesem Zeitpunkt können die Dokumente für 4 Wochen in den umliegenden Gemeinden, so auch bei der Stadt Rösrath, und im Internet eingesehen werden.
Derzeit wird von der LÄRMSCHUTZGEMEINSCHAFT und den Städten Lohmar, Siegburg und Rösrath eine entsprechende Gegenstellungnahme erarbeitet.