aus dem Kölner-Stadt-Anzeiger vom 13.11.02

Vor Schäden durch Billigflüge gewarnt

Köln - Auf Nachteile, die der verstärkte Verkehr durch Billigflieger am Flughafen Köln / Bonn mit sich bringe, haben gestern drei Initiativen in Köln hingewiesen: die Bundesvereinigung gegen Fluglärm, das Kölner Verkehrsforum und die Lokale Agenda Köln. Als „sehr bedenklich“ bezeichnete Agenda-Mitglied Roland Pareik die ökologischen Folgen. Die Flughafenleitung strebe an, die Zahl der Fluggäste um eine Million zu erhöhen; die dabei durch Zusatz-Flüge erzeugte „Treibhauswirkung“ entspreche derjenigen von „200 000 Autos“. Die Stadt als Anteilseignerin des Flughafens fördere aber massiv das Billigflug-Angebot und lasse den Klimaschutz völlig außer Acht. Ebenso ignoriere die Stadt das Problem zusätzlicher Lärmbelastung, kritisierte Helmut Breidenbach von der Bundesvereinigung gegen den Fluglärm. Als Phase der Nachttruhe gelte die Zeit zwischen 22 und sechs Uhr, die Billigflieger verkehrten aber bis gegen 23.30 Uhr. „39 000 Nachtflüge haben wir schon im Jahr, jetzt bekommen wir noch einige drauf.“ (cs)