Absender: Karl Josef Schneider Siegburg Im Klausgarten 37 B

Liebe MitstreiterInnen

Bei der Auflistung der Schwachstellen der DLR-Schlafstudie am Airport Köln-Bonn verzerren zwei weitere wesentliche Punkte das Ergebnis:

Die tatsächliche nächtliche Lärmeinwirkzeit rund um den FH Köln-Bonn ist in der Regel zwei bis dreimal so lange je Lärmereignis als das im Schlaflabor eingespielte. Das dort verwendete Lärmereignis ist übrigens ein- und dasselbe Tagfluggeräusch aus unmittelbarer Nähe des Flughafens Düsseldorf.

Etwa 25 Fluggeräusche pro Nacht werden den Probanden mehr oder weniger gleichmäßig über die Nacht verteilt "vorgeführt". Das entspricht aber nicht der Realität, die folgendermaßen aussieht:

Zwischen etwa 3:00 und 4.40 Uhr morgens starten ca. 25 Maschinen in kurzem Abstand hintereinander. Oft ist das eine Geräusch noch nicht abgeklungen, kündet sich schon das nächste an.Das Ohr hat keine Chance, sich von dem vorhergegangenen Lärm zu erholen und einen neuen Einschlaf zu versuchen. Das Ganze passiert zu einer Zeit, die die Wissenschaftler als Leichtschlafzeit bezeichnen. Diese konzentrierte Startphase wird in der Studie nicht berücksichtigt.

Die hier genannten Schwachstellen wurden bereits den Teilnehmern an einer Führung der DLR durch die Laborräume bewußt und von Dr. Samel bestätigt.

Mit freundlichem Gruß

Karl Josef Schneider